Autor: Rechtsanwalt Ahmet Bertuğ Dönmez Datum: 11. September 20261 Min. Lesezeit
Der Kündigungsschutz verbietet dem Arbeitgeber, einen unbefristeten Arbeitsvertrag ohne triftigen Grund zu kündigen. Ein ohne triftigen Grund gekündigter Arbeitnehmer kann die Wiedereinstellung verlangen.
Wer ist geschützt?
- Arbeitnehmer in Betrieben mit dreißig oder mehr Beschäftigten
- Mit mindestens sechs Monaten Betriebszugehörigkeit
- Mit unbefristetem Arbeitsvertrag
- Die nicht Arbeitgebervertreter sind (Arbeitsgesetz Nr. 4857, Art. 18)
Der Arbeitgeber muss beweisen, dass die Kündigung auf einem triftigen Grund beruht (Art. 20). Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und den Grund klar und genau angeben (Art. 19).
Frist: ein Monat
Der Arbeitnehmer muss sich innerhalb eines Monats ab Zugang der Kündigung an einen Mediator wenden. Scheitert die Mediation, kann innerhalb von zwei Wochen ab dem Abschlussprotokoll Klage beim Arbeitsgericht erhoben werden (Art. 20; Gesetz Nr. 7036, Art. 3).
Folgen des Urteils
Stellt das Gericht die Unwirksamkeit der Kündigung fest, muss der Arbeitnehmer innerhalb von zehn Arbeitstagen ab Zustellung des rechtskräftigen Urteils beim Arbeitgeber die Rückkehr an den Arbeitsplatz beantragen. Stellt der Arbeitgeber ihn nicht innerhalb eines Monats wieder ein, zahlt er eine Entschädigung von mindestens vier und höchstens acht Monatslöhnen sowie bis zu vier Monatslöhne für die Zeit ohne Beschäftigung (Art. 21).
Quellen
- Arbeitsgesetz Nr. 4857, Art. 18–21
- Arbeitsgerichtsgesetz Nr. 7036, Art. 3
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